Unsere Landtagsabgeordnete Özlem Ünsal und Landesvorsitzender Ralf Stegner starten Landtags-Initiative zu 100 Jahre Matrosenaufstand in Kiel – Für eine starke Demokratie

Der Kieler Matrosenaufstand vom 3. November 1918 war am 7. November 2018 auch Thema in der Plenardebatte des Schleswig-Holsteinischen Landtages. Dazu erklärt Özlem Ünsal:
„Kaum ein anderes Ereignis hat die deutsche und europäische Geschichte so sehr beeinflusst wie der Kieler Matrosenaufstand im November 1918. Der Aufstand im November 1918 markiert einen historischen Wendepunkt der deutschen Geschichte. Von Kiel ausgehend wehrten sich die Matrosen gegen letzte Versuche der Obersten Marineleitung, den verlorenen Ersten Weltkrieg durch eine neue Offensive gegen Großbritannien zu verlängern und damit das Leiden und das Sterben der Soldaten und der Zivilbevölkerung auf beiden Seiten noch weiter zu verlängern. Die demokratischen Kräfte stellten Forderungen nach einer politischen Neuordnung Deutschlands durch die Einführung eines allgemeinen, gleichen und geheimen Wahlrechts für Männer wie für Frauen und nach der Abdankung von Kaiser Wilhelm II. und der Hohenzollern-Dynastie. Der Matrosenaufstand mündete innerhalb von wenigen Tagen in die Ausrufung der ersten demokratischen Republik in Deutschland und bildet damit auch das historische Fundament unserer heutigen Bundesrepublik mit zahlreichen demokratischen Errungenschaften, die bis heute nachwirken. Mit Stolz können wir zurückblicken, dass das Signal dazu von unserer Landeshauptstadt Kiel ausging. Der konsequente Einsatz gegen den Krieg und für die Freiheit und Demokratie ist heute aktueller denn je. Untrennbar damit verbunden ist das Eintreten für Meinungs- und Pressefreiheit und für die garantierte Würde des Menschen. Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit; sie muss verteidigt werden.
Ich freue mich, dass unsere Initiative interfraktionell mitgetragen wird und die Ausstellungen über das Jahr 2018 hinweg zugänglich gemacht werden wird. Darüber hinaus wird geprüft, dass ein digitalisiertes Angebot und die Zusammenarbeit mit dem Haus der Landesgeschichte erfolgen kann.“

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